Pixelparabel: SZ Scala Relaunch Recap

Magdalena Ferner/ 11. Oktober 2017

Webdesign ist kein Hexenwerk. Insbesondere für eine Agentur mit erfahrener Digital Unit. Es hätte so einfach sein können. Sollte es aber nicht. Der SZ Scala-Webseite-Relaunch in drei Akten.

Vor einem Jahr startete SZ Scala als Verbindung von SV onpact und SZ Publishing. Mit der Grundsteinlegung für die neue Agentur der Süddeutschen Zeitung ging auch eine erste Webseite online, die sehr deutlich das neue Selbstverständnis rund um “Alles für eine gute Geschichte” präsentierte. Trotzdem: Die Seite sollte nie mehr als ein Platzhalter sein. Der Weg zur SZ Scala-Agenturseite in drei Akten: eine Roadstory durch die Pixellandschaft – und die Seele einer Agentur.

1. Akt – Ein anspruchsvoller Kunde: wir

Bitte anschnallen. Ich muss nicht erklären, wozu eine Agentur eine Webseite braucht. Und auch nicht, dass man die Konzeption, Gestaltung und Entwicklung Profis überlassen sollte. Aber ich muss ausholen: Denn als die Reise zur neuen Webseite begann, hatte nicht jeder die gleiche Karte im Kopf. Intern geht’s immer langsamer, heißt es. Vor allem, weil externe Kundenprojekte immer Vorrang haben. Aber auch, weil beim eigenen Projekt mehr als ein Kunde am Tisch sitzt – und der neutrale Dritte fehlt. Da sitzen viele Beteiligte, und jeder brennt für das Projekt. Es geht nicht um einen Auftrag, es geht um Identität, Perspektive und Leidenschaft – auch wenn das jetzt pathetisch klingt. Aber was erzähle ich, wir hatten ein straffes Timing. Keine Zeit für Befindlichkeiten.

2. Akt – Durch Reibung entsteht Wärme

Wir geben Gas. Und tanzen zur Musik, während die Ideen nur so aus uns heraussprudeln. Stil und Design, Botschaft und Content, Relevanz und Sicherheit, Nutzerfreundlichkeit, Ladezeit und SEO – alles im Blick. Und dann der erste gemeinsame Termin und die Erkenntnis: Wir haben uns verfahren. Zum Glück ist der Tank voll. Zeit verloren, Distanz gewonnen – es geht an die Substanz. Wer die SZ Scala-Webseite anklickt, ist auf der Suche nach einer Agentur, die seine Geschichte erzählt – anspruchsvoll. Mit der Kundenbrille entfernen wir uns von reiner Selbstdarstellung. Keine Imagevideos, sondern Geschichte. Nicht Projekte, sondern Leistungen. Weniger Design, mehr Brand.

Alles für eine gute Geschichte. Ein Konzept, viele Ansprüche, das Versprechen.

3. Akt – Handwerk, nicht Hexenwerk

Sie haben Ihr Ziel erreicht. Am Anfang war ein anspruchsvolles Leistungsversprechen und eine markante Agentur-CI, die es netzadäquat umzusetzen galt. Besondere Geschichten und markante Agenturdarstellung, persönlicher Blog und breit gefächerte Referenzen, viel Bewegung und klare Strukturen, Weiß als Grundton und starke Farben mit Signalwirkung – am Ende fügte sich eins ins andere. Wir wollten mehr als eine Visitenkarte und haben es erreicht: Eine Webseite, die uns als SZ Scala darstellt und zugleich dem Besucher einen Spiegel vorhält. Und was haben wir gelernt? Webdesign kennt nicht die eine richtige Route. Unsere Aufgabe ist es, für uns – und für jeden Kunden – den hier und jetzt richtigen Weg zu gehen. Ob am Ziel der gesamte Content dann fein sortiert fertig im Rucksack liegt, das, ja das ist eine andere Geschichte.