We Transform Communications

SZ Scala diskutiert beim ersten WTF mit Branchenkollegen Entwicklungen in der Kommunikation.

Annemarie Stielner & Ann-Kathrin Ntokalou

Wie verändert man eine Unternehmenskommunikation von Grund auf? Was kann Data-PR von der Pornoindustrie lernen? Und wie erzählt man erfolgreich die Geschichte eines Bundeslandes, das sonst maßlos in der Kritik steht? Ganz im Zeichen unseres Mottos „Alles für eine gute Geschichte“ beteiligten wir uns im Rahmen des Kommunikationsfestivals an angeregten Diskussionsrunden und wurden durch die Sprecher zu neuen Ideen für unsere tägliche Arbeit inspiriert.

Den Auftakt machte ein alter Bekannter: Dirk von Gehlen, Leiter Social Media & Innovation der SZ, eröffnete das zweitägige Festival in der Kulturbrauerei in Berlin. Unter dem Slogan „Mehr Ratlosigkeit wagen“ zeigte er auf, dass auf dem Weg zu erfolgreicher Kommunikation durchaus Mut zum Ausprobieren gefragt ist – ein steter Lern- und Verbesserungseffekt ist der Lohn dafür.

In den interaktiven Sessions bestand die Möglichkeit, Gelerntes direkt in die Praxis umzusetzen. Neben Medien- und Präsentationsseminaren wurden vor allem beim Workshop „Low-Budget-Videoproduktion“ nützliche Skills erworben, um künftige Social-Media-Kampagnen zu komplettieren und multimedial zu erweitern. Nick Marten von Otto zeigte auf, wie sich das Versandhaus von der Pornoindustrie für eine Kommunikationskampagne zur Fußball-WM und darüber hinaus inspirieren ließ. Im Format „Case Study“ erzählte Frank Wend von der Sächsischen Staatskanzlei unter dem Hashtag #simplysaxony, wie man durch eine gelungene Content-Strategie das angekratzte Image Sachsens wieder aufwerten kann.

Doch auch die Pausen waren nicht zu unterschätzen. Der persönliche Austausch mit Kollegen, Experten, bestehenden wie potenziellen Kunden gewährte einen tiefen Einblick in die aktuelle Lage der Medien- und Kommunikationsbranche. Vertieft wurden diese Erfahrungen auch während der sogenannten „Hot Seats“, in denen innovative Werbetreibende und Kommunikationsexperten wie Fränzi Kühne von TLGG oder Frank Behrendt von Serviceplan ihre Wege zum Erfolg darlegten und persönliche Tipps im Umgang mit Kunden, neuen Medien und sich wandelnden Ansprüchen gaben.

Neben einigen skurrilen Momenten, wie beispielsweise die als Vortrag getarnte Werbeveranstaltung eines Spirituosenherstellers, zeigte zum Abschluss vor allem der amerikanische Sprecher Vincent Harris, dass nicht alles Erfolgreiche, das aus Amerika kommt, auch in Deutschland funktioniert. In einer Art politischer Propaganda-Rede versuchte der Trump-Berater, mit fragwürdigen Ansichten das Publikum vergeblich in seinen Bann zu ziehen – eigentlich sollte das Thema seines Vortrags „Cat-Gifs & Memes“ sein. Am Ende bewiesen Top-Acts wie Sascha Pallenberg oder Peter Wittkamp, dass man nicht nach Amerika blicken muss, um eloquente Sprecher im Kommunikationsbereich zu finden.

Auch wenn das WTF das Rad in Bezug auf aktuelle und kommende Trends im Kommunikationsbereich nicht neu erfunden hat, war der Austausch mit den Experten und Branchenkollegen Inspirationsquelle und erfolgreicher Networking-Act.

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